Black-Friday und das Konsumverhalten

Black Friday und das Konsumverhalten

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Der Black Friday wird bewusst dazu genutzt, um die Marktwirtschaft anzukurbeln, indem viele Händler mit zahlreichen Sonderangeboten das Konsumverhalten der Verbraucher beeinflussen.

Viele Menschen konsumieren, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Es geht dabei nicht nur um finanzielle und zeitliche Aspekte. Es geht um Themen wie Umwelt, Klima und Ressourcen. Darüber hinaus geht es um Upcycling und bewusster Verbrauch. Was für ein Konsumverhalten hast Du und wie gehst Du sowohl mit Deinen eigenen als auch den globalen Ressourcen um?

Ursprung des Black Friday und Auswirkung auf das Konsumverhalten

Der Freitag nach dem amerikanischen Feiertag „Thanksgiving“ – am 4. Donnerstag im November – wurde „Black Friday“ genannt. Dieser „schwarze Freitag“ ist ein Brückentag, der jedoch verkaufsoffen ist. Viele Geschäfte und Händler bieten an diesem Black Friday spezielle Rabatte oder Aktionen an. Im Grunde ist der Black Friday also eine Verkaufsstrategie des Einzelhandels. Er soll den Kauf und das Konsumverhalten von Kunden anregen. Mittlerweile gibt es den Black Friday nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, also auch Deutschland.

An diesem Tag wird einmal mehr deutlich, wie Medien bzw. konsumgesteuert eine Gesellschaft ist. Viele Menschen kaufen lieber neu, statt gebraucht und das oftmals nicht, weil es notwendig ist. Der Black Friday ist im Grunde ein Marketinginstrument.

Konsumverhalten und Wegwerfgesellschaft

Was hat nun Black Friday mit Konsumverhalten und mit den Ressourcen auf der Erde zu tun? Es sind Themen, die jeden einzelnen Menschen betreffen.

Es geht dabei nicht nur um den Kauf von Gebrauchs- und Verbrauchsgegenständen, sondern auch deren Produktion und deren Transport zwischen Kontinenten, Ländern und Städten. Das betrifft die Herstellung von Kleidung, Kosmetik, Möbeln, Unterhaltungselektronik und Nahrung. Es betrifft sowohl die Güter und den Konsum im Privaten wie auch Berufsleben.

In diesem Zusammenhang werden Ressourcen, also Wasser und Energie verbraucht.

In Deutschland verbraucht jeder Mensch etwa 120 L Wasser pro Tag im Haushalt. Insgesamt verbrauchen wir 33x so viel Wasser am Tag, das sind rund 4.000 Liter. (Quelle: https://https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/wasser/)

Das Thema Wasser ist von besonderer Bedeutung, vor allem, weil es für uns selbstverständlich ist, Wasser per Knopfdruck immer zur Verfügung zu haben. Wir verbrauchen täglich Wasser für unsere Hygiene, aber auch bei der Ernährung. Darüber hinaus ist Wasser neben Strom bzw. Energie unabdingbar für die Herstellung der Nahrungsmittel und Güter. Man nennt dieses Wasser auch „virtuelles Wasser„, weil es nicht unmittelbar zu sehen ist.

Hier noch ein paar Fakten zum Thema:

1% nur als Trinkwasser geeignet: Das Wasser bedeckt 71 % unseren Planeten, 97 % davon ist Salzwasser und von dem restlichen Süßwasser ist nur 1 % als Trinkwasser geeignet. 2,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Rund 785 Mio. Menschen haben nicht mal eine Grundversorgung mit Trinkwasser. Das Trinkwasser ist ungleich verteilt. In Afrika, Lateinamerika und Asien herrscht Wasserknappheit (Quelle: https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/weltwassertag-2022-zehn-fakten-ueber-wasser/275338).

Konsumverhalten am Black Friday

Viele denken nicht darüber nach, ob sie eine Sache wirklich brauchen. Oftmals haben sie einfach nur Lust auf etwas Neues oder möchten mit den neuesten Trends gehen. Wirklich lebensnotwendig sind viele Dinge, die wir kaufen, tatsächlich nicht. Und da fängt unser Bewusstsein für unser Konsumverhalten an. Folgende Fragen kannst Du Dir stellen:

  1. Brauche ich etwas tatsächlich oder kaufe ich es nur, weil ich Lust dazu habe?
  2. Kaufe ich etwas, was ich bereits habe und nicht unbedingt in verschiedenen Ausführungen brauche?
  3. Woher kommen die Sachen, die ich kaufe und wo werden sie hergestellt?
  4. Gibt es eine Möglichkeit, das, was ich haben will, gebraucht zu erhalten?
  5. Kann ich meine Gewohnheiten z. B. was Ernährung angeht, ändern und mich ressourcenschonender ernähren?

Meld Dich bei mir, dann schauen wir, was wir diesbezüglich in Deinem Alltag ändern können.

Tipps für Ressourcenschonung und Müllvermeidung

Themen die uns alle betreffen, sind Ernährung und Elektronik. Gerade, was den Punkt Ernährung angeht, können wir einiges tun:

  • Auf Fleisch aus Massentierhaltung verzichten
  • Mehr regionales, lokales Obst und Gemüse essen
  • Statt Wasser zu kaufen, kannst Du Wasser aus dem Wasserhahn trinken
  • Verzichte auf Getränke in Plastikflaschen. Kauf stattdessen lieber Glasflaschen.

Zu Konsum gehört auch das Thema Müll, Verpackung und Plastik. Vermeide beim Einkauf Müll und versuche plastikfrei einzukaufen. Nimm lieber eine eigene Tasche mit und kauf Obst, Gemüse, Salate, etc. lose statt verpackt. Das Gleiche gilt auch für Dein Mittagessen im Büro oder den Chai-Latte oder Café to go: Nimm einen eigenen Becher oder eine Dose. Das spart pro Woche bereits viel Müll!

Was Deinen Büroalltag oder Elektronik bei Dir zu Hause angeht, bedarf es nicht viel, um Geld und Ressourcen zu sparen. Hier kommen ein paar Anregungen dazu:

  • Elektronische Unterhaltungsgeräte, die kaputt sind, reparieren lassen.
  • Gehe mit Papier und Druckerpatronen sparsam um. Drucke nur falls wirklich erforderlich und wenn, dann beidseitig oder auf Schmierpapier.
  • Kaufe Elektrogeräte vom Toaster und Kühlschrank bis zum Computer und Handy als B-Ware. Es ist viel günstiger und meist nur mit einem Kratzer o. ä. versehen.

Ich unterstütze Dich gerne, wenn Du Dein Konsumverhalten ressourcenschonender gestalten willst – auch am Black Friday.